Was steckt in der „Wundertüte“?

Nach dem Auftaktsieg in Bayreuth wollen Winkelhaids Handballerinnen gegen ESV Regensburg II nachlegen. Eine Einschätzung des Gegners ist schwierig, weil niemand weiß, wer aus dem Kader der Zweitligamannschaft dabei sein wird.

Vor einem Jahr bestritt Isabel Hampl (rechts) gegen die HSG Fichtelgebirge (29:11) ihr erstes Spiel für den TSV Winkelhaid. Ob es heute Abend gegen die Regensburger Reserve auch etwas zu feiern gibt? | Foto: Daniel Frasch

Der Start in die neue Bayernligasaison ist den Handballdamen des TSV Winkelhaid geglückt: Im ersten Spiel bei HaSpo Bayreuth trug die Mannschaft von Trainer Sebastian Wilfling einen ungefährdeten 31:23-Sieg davon, mit acht Treffern war Rechtsaußen Vanessa Heinrich dabei die erfolgreichste Werferin auf Seiten des TSV. Nun, drei Wochen später, steht am Abend (19 Uhr) das erste Heimspiel der Saison an, zu Gast in der Dr. Dietmar-Trautmann-Sporthalle ist der ESV Regensburg II. „Regensburg II ist immer eine Wundertüte, da man nie weiß, wer womöglich aus der ersten Mannschaft, die in der 2. Bundesliga spielt, mitmischt“, sagt Winkelhaids Spielführerin Verena Götz im Vorfeld des Duells und ergänzt: „Sie haben viele junge Spielerinnen, die im erweiterten Kader der 1. Mannschaft stehen, unter anderem Lea Röhrl, Annalena Kessler oder Sophie Peter, die derzeit aber verletzt ist.

Auch die bisherigen zwei Partien lassen kaum Rückschlüsse auf das tatsächliche Leistungsvermögen der Oberpfälzerinnen zu: Im Auftaktspiel gegen die HG Zirndorf setzte es eine krachende 11:31-Niederlage. „Die Mädels fanden in keiner Phase des Spiels zu ihrer Leistung. Am Ende war das Ergebnis schon sehr ernüchternd“, ließ sich Regensburgs Trainer Daniel Kessler im Anschluss an die Partie auf der Regensburger Homepage zitieren. Eine Woche später folgte dann ein deutlicher 39:27-Sieg gegen HaSpo Bayreuth.

Eine Pause zur rechten Zeit

Trainer Sebastian Wilfling kam die dreiwöchige Pause nach dem ersten Saisonspiel gelegen, musste er in den Vorbereitungsspielen doch feststellen, dass einige Abläufe in den Spielzügen und Automatismen auf der Platte noch nicht so gegriffen haben, wie er sich das vorstellt. So blieb dem Winkelhaider Coach nun ausreichend Zeit, sein Team auf die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten und bestmöglich einzustellen.

Wir gehen davon aus, dass es ein enges Spiel wird und wir richtig kämpfen müssen. Aber wir wollen die positive Stimmung nach dem ersten Saisonsieg natürlich mitnehmen und auch gegen Regensburg punkten. Dazu müssen wir an die gute Abwehrleistung unseres Spiels in Bayreuth anknüpfen, diesmal jedoch von der ersten Minute an wach sein. Besser werden muss hingegen unsere Chancenverwertung“, sagt Verena Götz. In Bayreuth hatten die Winkelhaider den Start verschlafen und bis zur 12. Spielminute nur einen Treffer erzielt. Ein Umstand, der sich gegen Regensburg nicht wiederholen darf, will der TSV nicht von Beginn an hinterherlaufen.

Voller Kader, volle Ränge?

Unterm Strich werden wir eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen müssen. Aber die Mannschaft ist personell komplett besetzt“, blickt Verena Götz vorsichtig optimistisch auf das Duell mit der Regensburger Zweitligavertretung des Eisenbahnsportvereins. Ein weiteres Faustpfand sollen in dieser Spielzeit auch die Zuschauer wieder sein: Diese sind unter Beachtung der 3G-Regelung wieder zugelassen und sollen der Mannschaft zusätzlichen Auftrieb geben. Die Erinnerungen an das letzte Pflichtspiel in eigener Halle dürfte die Mannschaft des TSV Winkelhaid jedenfalls positiv stimmen: Vor fast genau einem Jahr (10. Oktober) bezwangen die Blau-Weißen zuhause die HSG Fichtelgebirge mit 29:11 und zeigten dabei eine starke, weil aggressive Leistung in der Defensive. Die wird es auch am Abend gegen den ESV Regensburg brauchen.

Bericht: Daniel Frasch