Spielbericht Damen I: Mit Kampf, Einsatz und Willen zum Sieg

Am Samstag empfingen die Damen des TSV Winkelhaid in ihrem ersten Bayernliga-Heimspiel die HSG Fichtelgebirge. Nach 60 Minuten Kampf, Einsatz und Wille zeigte die Anzeigen-Tafel ein verdientes 22:17 und die TSVlerinnen feierten ausgelassen ihren ersten Heimsieg.

Nach der sehr hohen Niederlage am vergangenen Wochenende in Bergtheim wollten die Damen des TSV Wiedergutmachung leisten und dementsprechend gingen sie sehr motiviert in die Partie. Ähnliches hatten sich wohl auch die Gäste vorgenommen – auch sie verloren ihr erstes Spiel deutlich. Die HSG-Damen konnten gleich zu Beginn mit 0:2 in Führung gehen und so mancher fühlte sich an letzte Woche erinnert. Dann aber stabilisierte sich die Abwehr und im Gegenzug konnten die Winkelhaiderinnen mit zwei Toren von Christina Räbel und Verena Götz ausgleichen.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem Anna Seidel ihre Größe und Wurfkraft ausnutzen und so wichtige Tore für ihre Mannschaft erzielen konnte. Ein Kontertor von Antonia Bachmeier zwang den Gästetrainer dann beim Stand von 8:5 für die Heimmannschaft, ein Time Out zu nehmen. Davon ließen sich die TSV-lerinnen aber nicht aus der Ruhe bringen und kämpften in der Abwehr weiter um jeden Ball.

Direkt vor der Halbzeit musste die Heimmannschaft dann einen herben Rückschlag einstecken: Die Spielmacherin und absolute Führungsspielerin des TSV Verena Götz sah nach einem Foul an Franziska Scheidler Rot. Diese sehr harte Entscheidung kurz vor der Halbzeit schockierte erstmal die ganze Mannschaft. Trotzdem konnte man die verbliebenen 2 Minuten der ersten Hälfte ohne Gegentor über die Zeit bringen. Aus diesem Grund ging es beim Stand von 10:8 in die Pause.

Nun galt es, die Mannschaft so aufzustellen, dass weder Angriff noch Abwehr zu leiden hatten. Aus diesem Grund wurde die Abwehr geändert und im Angriff die Devise ausgegeben, lange und die Auslösehandlungen punktgenau zu spielen, um Durchbrüche und einfache Torchancen zu erreichen.

Wer befürchtet hatte, dass der Ausfall von Verena Götz einen Bruch im Spiel zur Folge hätte, wurde an diesem Abend eines Besseren belehrt. Die Mannschaft rückte noch enger zusammen und kämpfte in der Abwehr um jeden Ball. Wenn dennoch ein Ball das Tor erreichte, war die bärenstarte Tanja Senger zur Stelle. Sie trieb vor allem die Außenspielerinnen der Gäste zur Verzweiflung und vereitelte auch mehrere 100%ige Würfe der Rückraumspielerinnen.

Obwohl die TSV-lerinnen 6 Zeitstrafen mehr als die Gäste kompensieren mussten, gelang es der HSG Fichtelgebirge nicht, das Spiel zu drehen. Über das 12:9 von Anna Seidel und das 13:10 von Christina Räbel konnte Katja Götz den Vorsprung mit zwei 7 Metern zum 15:11 ausbauen. Beim Stand von 17:12 hatten sich die Winkelhaiderinnen um Susanne Spychala, die die Rolle der Spielmacherin sehr gut übernommen hatte und das Spiel intelligent und gleichzeitig bedacht führte, erstmals einen 5-Tore-Vorsprung erarbeitet.

10 Minuten vor Schluss und mit einem 7-Tore-Vorsprung im Rücken glaubten die Zuschauer und auch die Mannschaft selbst ganz langsam daran, es wirklich zu schaffen und die ersten beiden Punkte dieser Saison eisammeln zu können. Nach dem Schlusspfiff wurde das 22:17 gemeinsam mit allen Fans gefeiert.

Auch wenn dieses Spiel gewonnen wurde, hat es dennoch immer noch die Schwächen der TSV-Mädels gezeigt. Gerade im Angriff ist noch viel Luft nach oben. Die vielen technischen Fehler und einfachen Ballverluste gilt es, in den nächsten Trainingseinheiten in den Griff zu bekommen.

Es spielten: Seger und Schewetschek (beide im Tor). Räbel (3/1); Seidel (6); Götz, V. (2); Meyer; Paech; Götz, K. (5/2); Weiler (1); Spychala (1); Bachmeier (3); Wanzek (1).