Spielbericht Damen I: Kampfgeist mit angeschlagener Mannschaft

Am Samstag gastierte mit der HSG Würm-Mitte einer der beiden Aufstiegsfavoriten in der Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle in Winkelhaid. Von Beginn an zeigten die Gäste ihre Stärke und gewannen auch in der Höhe verdient mit 40:26.

Die Vorzeichen vor Beginn der Partie konnten kaum schlechter sein: Antonia Bachmeier war im Urlaub, Anna-Lena Paech musste arbeiten und mit Verena Götz fiel krankheitsbedingt auch noch die Spielmacherin und der Motor der Winkelhaiderinnen aus. Zudem ging Susanne Spychala angeschlagen in das Spiel. So konnten aus der eigentlichen ersten Mannschaft nur 7 Feldspielerinnen gegen den Tabellenersten antreten.

Aus der zweiten Mannschaft stellte sich Friederike Wilkening in den Dienst der Mannschaft, konnte für wichtige Verschnaufpausen sorgen und auch ein Tor beisteuern – danke fürs Aushelfen! Trotz der widrigen Umstände wollte man den Würmer Damen die Punkte nicht kampflos schenken und alles dafür geben, um die Gäste zumindest zu ärgern.

Deshalb versuchten die Damen um Trainer Sebastian Wilfling von Beginn an mit einer doppelten Manndeckung, den Spielfluss der Gäste zu unterbinden. Dies klappte allerdings überhaupt nicht, da die Gäste auf jeder Position stark besetzt auftraten und die entstandenen Lücken nutzen konnten. Außerdem legten die Würmer Damen ein sehr hohes Tempo an den Tag: Jeder Fehler im Angriff der Winkelhaiderinnen wurde konsequent bestraft.

Hätten die Gäste nicht schon in den ersten 5 Minuten 3 Konter zu ungenau gespielt, hätten diese schon zu diesem Zeitpunkt mit 3 Tore geführt. So konnten die Winkelhaiderinnen bis zum 3:3 mithalten, dann aber leisteten sich die Würmerinnen diese Fehler nicht mehr und zogen auf 3:7 und 4:11 davon. Als die Gäste dann von 8:16 auf 8:20 davonzogen und letztlich mit 10:23 in die Pause gingen, erwarteten nicht wenige ein Debakel.

In der Halbzeitansprache appellierte Trainer Wilfling an die Mannschaft, den Kopf nicht hängen zu lassen und alles dafür zu geben, damit die Niederlage nicht noch höher ausfällt. Man solle weiter um jeden Ball kämpfen und Moral zeigen.

Zunächst zeigten die Damen aber wenig Reaktion. Die Würmer Damen konnten drei Tore in Folge werfen und auf 10:26 erhöhen. Dann stabilisierte sich die jetzt defensive Abwehr der Winkelhaiderinnen zunehmend, wodurch sie den Abstand bei 14 Toren halten konnten.

Während sich die Heimmannschaft ihre Tore aber hart erarbeiten musste, zeigten die Würmer durch eine schnelle zweite Welle eindrucksvoll, wie eine noch nicht formatierte Abwehr ausgespielt werden kann. Letztendlich gewann der Tabellenführer mit 26:40 souverän und absolut verdient und verteidigte damit die Tabellenspitze gegenüber dem HC Erlangen.

Der Kampfgeist, trotz großen Rückstands weiter um jeden Ball zu kämpfen und gemeinsam füreinander einzustehen, muss nun in die nächsten Partien mitgenommen werden. Wenn das gelingt, ist es durchaus realistisch, in den kommenden Spielen gegen Stadeln, Zirndorf und  Bayreuth Punkte zu holen.

Es spielten: Bauer; Seger (beide im Tor); Räbel (3/3); Seidel (5); Meyer (2); Götz, K. (7/2); Wilkening (1); Weiler (1); Spychala (4); Wanzek (3).