Spielbericht Damen I: Erste Halbzeit top, zweite Halbzeit flop

Am Sonntag zeigten die Winkelhaiderinnen im Spiel gegen die HSG Freising-Neufahrn eine sehr gute erste Halbzeit. Letztendlich mussten sie sich dann aber wegen einer miserablen zweiten Halbzeit noch mit 33:28 geschlagen geben und ließen dadurch zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg liegen.

Die Damen des TSV Winkelhaid starteten sehr gut in die Partie. Im Angriff wurde der Ball schnell durchgespielt und so der nötige Raum geschaffen für Durchbrüche oder Würfe aus dem Rückraum, der von allen drei Positionen gefährlich war. In der Abwehr setzte man von Beginn an auf eine Manndeckung gegen Anna Sophia Meyerhofer. Diese zeigte auch Wirkung: Die Freisingerinnen hatten große Probleme, sich Chancen zu erarbeiten. Ließ die Abwehr der WInkelhaiderinnen dennoch einen Wurf zu, war Tanja Seger zur Stelle und parierte einige 100%ige Torchancen.

Durch die Ballgewinne konnte die zweite Welle angezogen werden und die noch unsortierte Abwehr der Freisingerinnen in Bedrängnis gebracht werden. Vor allem Jana Wanzek konnte in dieser Phase überzeugen und 5 ihrer 6 Tore in der ersten Halbzeit beisteuern. So stand es bereits nach 10 Minuten 2:6 und nach weiteren 15 Minuten 7:16. Dieser 9-Tore-Vorsprung schmolz allerdings bereits zum Ende der ersten Halbzeit: Unkonzentriertheiten in der Abwehr und unüberlegte Aktionen im Angriff ließen die Heimmannschaft bis zur Halbzeit noch auf 6 Tore herankommen (11:17).

In der Halbzeit appellierte Trainer Sebastian Wilfling an die Mannschaft, wieder mehr als Team zu agieren und durch Auslösehandlungen die Freisinger Deckung auseinanderzuziehen. In der Abwehr sollte weiterhin konsequent agiert werden.

Dieses Vorhaben scheiterte leider komplett. Im Angriff zeigte sich die Heimabwehr jetzt aggressiver, weshalb sich die Winkelhaiderinnen schwertaten, Rückraumwürfe aufs Tor zu bringen. In der Abwehr fehlte der Zugriff auf die Gegenspielerinnen komplett. Besonders Christina Schredl bereitete den Damen des TSV Probleme: Sowohl vom 7m-Punkt als auch aus dem Spiel heraus zeigte sie sich treffsicher und warf für ihre Mannschaft insgesamt 19 (!!) Tore.

Innerhalb von 9 Minuten egalisierten die Freisingerinnen den 6-Tore-Rückstand und konnten in der Folge auch zum ersten Mal in Führung gehen (20:19 nach 41 Minuten). Die Tatsache, dass die Winkelhaiderinnen allein in der zweiten Halbzeit insgesamt 12 Minuten in Unterzahl zu spielen hatten, die Heimmannschaft aber lediglich 2 Minuten, machte das Unterfangen, die zwei Punkte doch noch zu erkämpfen, nicht leichter.

10 Minuten vor Schluss gelang den HSG-Damen die erste 3-Tore-Führung. 5 Minuten vor Spielende schien es noch einmal möglich zu sein, das Spiel zu drehen, als Christina Räbel und Verena Götz mit je einem Treffer den Rückstand auf 2 Tore minimieren konnten. Den alten Vorsprung konnte die Heimmannschaft aber schnell wiederherstellen. Letztlich gewannen die Freisingerinnen mit 33:28 und konnten damit an der Mannschaft aus Winkelhaid in der Tabelle vorbeiziehen.

Nächste Woche wartet mit der HSG Würm-Mitte der absolute Aufstiegskandidat auf die Damen des TSV, der aufgrund des Sieges im Spitzenspiel gegen den HC Erlangen alleiniger Tabellenführer ist. In diesem Spiel wird es deutlich schwerer sein, zwei Punkte mitzunehmen. Dennoch werden die TSV-Damen alles in die Waagschale werfen, um vielleicht doch für eine Überraschung zu sorgen.

Es spielten: Bauer, Seger (beide im Tor). Räbel (4/3); Seidel (5); Götz, V. (5/1); Meyer; Götz, K. (3); Weiler (2); Spychala (3); Bachmeier; Wanzek (6).