Schluss mit der schwarzen Serie

Im Bayernligaderby reisen Winkelhaids Handballdamen zum MTV Stadeln.
 Die bisherige Bilanz gegen die Fürther sieht verheerend aus – das soll sich nun ändern.

Nach dem Überraschungscoup vom vergangenen Wochenende (23:-21-Sieg über Regensburg II) geht es für die Handballerinnen des TSV Winkelhaid am dritten Bayernligaspieltag am Abend (20 Uhr) mit dem Derby beim MTV Stadeln weiter. Seit vielen Jahren sind die Damen aus Stadeln für ihre Heimstärke bekannt, bislang gelang es dem TSV Winkelhaid noch nie, Punkte aus Stadeln zu entführen. Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Saison 2019/2020, die nach dem Beginn der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen wurde, musste die Mannschaft von Trainer Sebastian Wilfling die kurze Heimreise mit einer 34:29-Niederlage antreten. Doch die ernüchternde Bilanz gegen den MTV reicht weiter zurück.

Erst ein einziger Punkt

Seit dem ersten Duell in der Landesligasaison 2017/2018 holte der TSV Winkelhaid überhaupt erst einen Punkt gegen die Stadelner Störche, mehr als ein 24:24-Unentschieden in Winkelhaid sprang bislang noch nicht heraus. Dies will das Team um Spielführerin Verena Götz heute Abend ändern. Mit dem gelungenen Saisonstart mit zwei Siegen im Rücken brennt der TSV darauf, die schwarze Serie endlich zu durchbrechen und erstmals Zählbares aus Fürth mitzubringen. Die Trainingswoche hat die Mannschaft intensiv genutzt, um sich nicht nur auf den bevorstehenden Gegner, sondern auch auf die harzfreien Bedingungen vor Ort im Julius-Hirsch-Sportzentrum einzustellen.

Was dabei auf die Gäste zukommen wird, ist klar: Die Stadelner Defensive leistet hervorragende und aggressive Abwehrarbeit, insbesondere das Zusammenspiel mit ihrer herausragenden Torhüterin kann sich sehen lassen. „Knackpunkt wird sein, diese Hindernisse zu durchbrechen und die Angriffsleistung aus den beiden ersten Spielen zu steigern“, blickt Verena Götz auf das Duell in Fürth optimistisch voraus.

Ebenso müssen die Winkelhaider Damen an die hervorragende Abwehrleistung aus der vergangenen Partie gegen den ESV Regensburg anknüpfen, um dem druckvollen Angriffsspiel der Heimmannschaft den Wind aus den Segeln nehmen zu können. Gegen die Oberpfälzer ließ der TSV nur 21 Gegentreffer zu, die Abwehr stand kompakt, ging aggressiv zu Werke. Insbesondere im ersten Durchgang, als Regensburg in elf Spielminuten nur zwei Tore gelangen. Kam doch einmal ein Ball durch, war TSV-Torhüterin Tanja Seeger auf dem Posten und entschärfte viele Regensburger Würfe.

Variables Offensivspiel

Doch in Sachen offensiver Durchschlagskraft steht Stadeln den Regensburgerinnen in nichts nach, ganz im Gegenteil: Mit Anna Ebersberger, Leonie Heckel, Nikola Dude und Sophia Michalowski sind die Störche auf allen Positionen im Angriff gleichermaßen gut besetzt, was ihr Offensivspiel für die Gegner nur schwer ausrechenbar macht. Dass mit dem MTV Stadeln in dieser Saison im Kampf um die vorderen Plätze zu rechnen ist, verdeutlichte auch die knappe 25:26-Heimniederlage gegen den Topfavoriten HG Zirndorf, in dem die Fürther erst in allerletzter Sekunde den spielentscheidenden Gegentreffer hinnehmen mussten und ein Spiel auf Augenhöhe zeigten.

Zwar kann Trainer Sebastian Wilfling am Abend auf einen voll besetzten Kader zurückgreifen, einige TSV-Spielerinnen sind gesundheitlich jedoch angeschlagen. Ob es also für den nächsten Überraschungscoup reicht, ist fraglich.

Bericht: Daniel Frasch