Duell der Kellerkinder

Wenn die Handballdamen des TSV Winkelhaid am Samstagabend (20 Uhr) beim MTV Staden zu Gast sind, trifft der Tabellenvorletzte auf den Tabellenletzten. Dass Winkelhaid in dieser Saison eher im hinteren Tabellenbereich zu finden sein wird, war abzusehen – nicht umsonst gab Trainer Sebastian Wilfling einmal mehr das Ziel Klassenerhalt aus.Anders sieht es bei den Fürtherinnen aus: Nicht nur verfügen sie seit Jahren über eine eingespielte Mannschaft, auch haben sie mit Nikola Dude eine klasse Spielmacherin, die ihre Mitspielerin gut in Szene setzt und auch selbst torgefährlich ist (22 Tore in vier Spielen). Zudem hat sich der MTV nach dem Rückzug der TS Herzogenaurach mit vier bis fünf Spielerinnen aus deren Drittligamannschaft gesichert.Doch die bisherigen Ergebnisse sprechen Bände: Null Punkte aus vier Partien und ein Torverhältnis von 93:115 bedeuten den letzten Tabellenplatz der Bayernliga Nord. Doch auch bei den Winkelhaider Gästen zeigt die Formkurve nicht gerade nach oben: Dem Sieg am grünen Tisch über Bergtheim folgten drei Pleiten am Stück, zuletzt unterlag der TSV bei Aufsteiger Pleichach mit 25:30.„Keine Ausreden mehr“„Bis jetzt gab es immer ein Manko: Gegen Zirndorf haben wir uns zu viele technische Fehler erlaubt, gegen Pleichach zu viele klare Torchancen vergeben. Aber langsam darf es keine Ausreden mehr geben. Wenn wir ein Anrecht haben möchten, in der Bayernliga zu bleiben, müssen wir es endlich schaffen, durch die Bank unsere Leistung abzurufen“, nimmt Winkelhaids Spielführerin Verena Götz ihr Team vor der Partie in Fürth in die Pflicht.Wie es in Stadeln gelingen kann, hat der TSV in der vergangenen Saison gezeigt, als er einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand drehte und am Ende 30:28 gewann.