Damen I: Ende gut – alles gut?!

Ende gut – alles gut?!

Dieses Motto beschreibt das Spiel der Damen 1 des TSV Winkelhaid in Herzogenaurach wohl am besten. Letztendlich konnte sich die Mannschaft nach einem engen Spiel mit 21:23 durchsetzen.

Da alle drei Rechtsaußen Antonia Bachmeier, Aline Meyer und Carina Weiler verhindert waren und zusätzlich Lena Bauer nach ihrer Operation noch nicht einsatzbereit war, reisten die Damen mit lediglich 8 Feldspielern und einer Torfrau zum Spiel nach Herzogenaurach.

Die gegnerische Mannschaft mit den Trainern Gerd und Michaela Heckel sind als Meister der BOL Ostbayern in die Landesliga aufgestiegen und waren dem Winkelhaider Team deshalb unbekannt – lediglich ein paar Spielerinnen kannte man noch aus anderen Vereinen. So war man besonders gewarnt vor Ex-Winkelhaiderin Alina Erdmann, welche im Rückraum für leichte Tore gut ist, und vor Corinna Merz, die mit den Damen 1 der TS Herzogenaurach Drittligaerfahrung vorweist und am Kreis für viel Wirbel und Präsenz sorgt.

Die ersten Minuten des Spiels verschliefen die Damen des TSV und so lagen sie bereits zu Beginn mit 2 Toren hinten, ehe Christina Räbel mit einem 7m und Susanne Spychala ausgleichen konnten. Fortan entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Damen meist mit einem Tor vorlegen konnten, aber postwendend den Ausgleich hinnehmen mussten.

Die Heimmannschaft kam wie erwartet vor allem durch Alina Erdmann zum Zug, welche nach 60 Minuten 7 Feldtore vorweisen konnte. Während Herzogenaurach oft über Rückraum und Kreis zum Tor gelangte, spielten die Winkelhaiderinnen viel über Außen. Dies war dem geschuldet, dass die Heimabwehr im Zentrum der Abwehr sehr stabil stand und sich die Lücken nach Auslösehandlungen und Stoßbewegungen so auf den Außenpositionen ergaben. Diese zeigten sich äußerst treffsicher und konnten nahezu alle Chancen verwerten.

In der Halbzeitansprache beklagte Sebastian Wilfling neben den technischen Fehlern im Angriff die nicht vorhandene Aggressivität in der Abwehr, welche es der Heimmannschaft leicht machte, zum Torerfolg zu kommen.

Die guten Vorsätze verpufften allerdings zunächst, weshalb die Führung ständig wechselte und sich die Zuschauer nach wie vor ein sehr enges Spiel ansehen mussten. Als 14 Minuten vor Schluss Herzogenaurach in Folge einer roten Karte zwei Minuten in Unterzahl spielen musste, hätte dies in der ansonsten sehr fairen Partie die Möglichkeit sein können, sich abzusetzen und so in Führung zu gehen.

Leider leisteten sich die Damen in dieser Zeit drei dumme Fehler, weshalb auch 8 Minuten vor Schluss die Heimmannschaft mit zwei Toren führte. Dass die Winkelhaiderinnen mittlerweile mit brenzligen Situationen besser umgehen können, konnten sie in den letzten fünf Minuten beweisen. In diesen konnten sie sich mit einem 1:4-Lauf letztendlich den Sieg holen und mit 21:23 gewinnen. Ende gut – alles gut!

Die beiden Punkte zu Beginn der Saison waren sehr wichtig für die Stimmung in der Mannschaft, der Spielverlauf und die noch bestehenden Abstimmungsfehler zeigen jedoch, dass in den kommenden Wochen noch viel Arbeit für Mannschaft und Trainer bevorsteht.

Es spielten: Schewetschek (Tor); Räbel (7/2); Radtke; Götz, V. (4/1); Götz, K. (7); Friedrich (1); Spychala (4); Büttner; Wanzek.