Jahreshauptversammlung 2005

Erfolgreiche Bilanz – Sportzentrum besteht
seit 30 Jahren – Vermögenswert des Sportvereins: ca.  €  4,6 Mio.

Der Turn- und Sportverein Winkelhaid steht nach wie vor auf gesunden Füßen. In der Mitgliederversammlung konnte Geschäftsführer Dr. Dietmar Trautmann mitteilen, dass die Vorstandschaft des TSV erstmals seit über 20 Jahren als Jahresergebnis für 2004 einen positiven Saldo vorlegen kann. Das vergangene Jahr schloss mit einem Plus von € 18.817,96 ab. Diese Summe kann im neuen Jahr für notwendige Re-Investitionen verwendet werden. Auch der Darlehensanteil konnte zurückgefahren werden. Zum 31.12.2004 weist der Verein nur noch eine Darlehensschuld in Höhe von € 294.402,65 auf, das sind € 35.198,38 weniger als noch ein Jahr zuvor. In den letzten 10 Jahren verringerte sich die Darlehensschuld um insgesamt zirka € 250.000,00.

Der Geschäftsführer erklärte weiter, dass der gegenwärtige Vermögenswert des Sportvereins bei zirka € 4,6 Millionen liege, wobei die Liegenschaften mit dem Sportzentrum den höchsten Wert ausmachen. Die Fremdkapitalquote beträgt gegenwärtig nur 6,4%.

„Trotzdem müssen wir den Gürtel enger schnallen, denn die Ausgaben im operativen Bereich steigen permanent, die variablen Einnahmen gehen zurück. Daher war eine moderate Beitragserhöhung zu Beginn des Jahres 2004 nicht zu umgehen. Die hierdurch eingetretene Austrittswelle konnte abgefangen werden durch Neuaufnahmen“, so Dr. Trautmann.

Mit Bedauern registrierte der Verein auch Austritte mit der Begründung der Beitragsanhebung, obwohl für dieselben Personen überhaupt keine Erhöhung eintrat.

Das Winkelhaider Sportzentrum besteht 2005 insgesamt 30 Jahre. Der Geschäftsführer dankte den langjährigen ehrenamtlichen Helfern aus allen Abteilungen, die durch ihren selbstlosen Einsatz dem Verein hohe Ausgaben ersparen. Dadurch würden sich die Anlagen des Vereins nach wie vor in einem bemerkenswert guten Zustand befinden. Sein besonderer Dank galt seinen beiden Stellvertretern: Roswitha Hofecker und Gerhard Schmidt.  „Sie haben in der Kürze ihrer Amtszeit bereits sehr hohes und erfolgreiches Engagement gezeigt“, so der Geschäftsführer und 1. Vorsitzende.

Dr. Trautmann teilte mit, dass in der Gemeinde Winkelhaid am Samstag, 02. Juli 2005, erstmals ein „Tag des Sports“ durchgeführt werde. Neben dem Sportverein nehmen auch die Schule und der kommunale Kindergarten „Kinderburg Horizont“ daran teil. Im nächsten Jahr ist ebenfalls der evangelische integrative Kindergarten dabei, der heuer am gleichen Tag sein Sommerfest durchführt.

Der „Tag des Sports“ soll eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung werden, an welchem Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich der Öffentlichkeit präsentieren und mit Spielen sowie Wettkämpfen für eine besondere Atmosphäre sorgen.

Das weit bekannte und beliebte „Spiel ohne Grenzen“ mit vielen variablen Einlagen und Spielszenen wird sicherlich zu einem Anziehungspunkt für die Zuschauer werden.

Für den „Tag des Sports“ stehen sämtliche Anlagen des Turn- und Sportvereins und des Schulsportzentrums zur Verfügung. Als Schirmherr für diesen ersten „Tag des Sports in Winkelhaid“ konnten die  ‚Blauen Schürzen Südtirol’  mit 1. Vorsitzenden Hans Ahl gewonnen werden.

Schatzmeister Fritz Heinicke verkündete mit Stolz das gute finanzielle Jahresergebnis 2004. Er erwähnte, dass allen Abteilungen für die gute Zusammenarbeit zu danken sei. Der Schatzmeister hat es fertig gebracht, die seit Jahren immer wieder nicht vollendete Mitgliederkartei mit den entsprechenden Beiträgen auf den neuesten Stand zu bringen. Dadurch konnten viele Mitgliedsbeiträge zusätzlich eingefahren werden.

Fritz Heinricke sagte weiter, dass die großen Einnahmenströme die Mitgliedsbeiträge und die Zuschüsse mit über € 140.000,– sind. Ein bedeutender Einnahmenposten stelle auch die Pacht dar.

Auf der Ausgabenseite nehmen nach wie vor die Kapitalmarktkosten mit zirka € 60.000,– den höchsten Rang ein. Mit großer Sorge betrachtet der Schatzmeister die hohen Energiekosten für das gesamte Zentrum. Sie betragen derzeit über € 40.000. Durch eingeleitete Rationalisierungsmaßnahmen werde versucht, eine Senkung zu erreichen. Während insgesamt die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um zirka 11% erhöht werden konnten, bekam man die Ausgaben mit einem Minus von zirka 40% gegenüber 2003 gut in den Griff. Ausschlaggebend hierfür waren die minimierten Ausgaben für Ersatz- und Neuinvestitionen.

„Auf diesem Weg müssen wir weiter gehen“, so der Schatzmeister. Er appellierte an alle Vereinsmitglieder, mit den hohen und qualitativ guten Vermögenswerten sorgsam umzugehen. Hierdurch könnten hohe Reparaturausgaben eingespart werden.

Als Sprecher der Kassenrevision attestierte Jochen Greiner dem Schatzmeister, dem Geschäftsführer und der gesamten Vorstandschaft eine gute wirtschaftliche Betriebsführung. Fritz Heinicke und seiner Frau Angelika galt sein besonderer Dank: „Die Mitgliederverwaltung erfolgt bestens durch den Schatzmeister und mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau“, so Jochen Greiner.

Bauausschussvorsitzender und 2. Vorsitzender Gerhard Schmidt ließ das Jahr 2004 arbeitsmäßig Revue passieren. Eine große Palette erfolgreich abgeschlossener Arbeiten konnte vorgelegt werden. Das Schwergewicht der vielseitigen Aktivitäten lag in den Sanierungsarbeiten des Sportheimes und der Dreifach-Sporthalle.

Gerhard Schmidt wies darauf hin, dass der TSV Winkelhaid als einziger Verein im Landkreis Nürnberger Land und weit darüber hinaus eine Dreifach-Sporthalle im Eigentum vorweisen kann. „Daher haben wir alle eine besondere Verpflichtung, diese ausgezeichnete Ausgangssituation auch mit entsprechenden Kosten minimierenden Arbeitseinsätzen zu sichern. Gewinner einer solchen Sporthalle sind alle Sportler und die Mitglieder des TSV Winkelhaid. Sie erhalten dadurch eine günstige Ausgangslage gegenüber anderen Vereinen, die um Trainings- und Spielzeiten bei der jeweiligen Kommune bzw. dem Landkreis nachsuchen müssen. Eine Beschränkung ist dadurch vorprogrammiert. Aber auch in der jetzigen Zeit des knappen Geldes ist es von großem Vorteil, Eigentümer einer Dreifach-Sporthalle zu sein, entfallen dadurch ja Mietkosten, die neuerdings vom Landkreis erhoben werden. Gerhard Schmidt, als 2.Vorsitzender des gesamten TSV, dankte auch dem neuen Sportzentrumsverwalter Herbert Krall für seinen großen Einsatz. „Seit der Jackl Verantwortung trägt, zeigt sich das gesamte Areal in einem guten Zustand. Seiner Aktivität ist es zu verdanken, dass bisherige Missstände beseitigt werden konnten“, so der 2. Vorsitzende.

Im Anschluss an die Berichte der Vorstandschaft stellten die einzelnen Abteilungsleiter die Arbeit im letzten Jahr vor und berichteten über die sportlichen Aktivitäten jeder Sparte. Mit Ungeduld wartet der Leiter der neuen Schwimmabteilung auf den Startschuss zum Bau des Hallenbades in Altdorf. „Was die Hersbrucker mit ihrem Thermalbad können, müssten wir hier im südlichen Landkreis ebenso gut machen.“

Zum Abschluss der Hauptversammlung billigte die Versammlung einstimmig die vom Geschäftsführer überarbeitete und erweiterte Vereinssatzung.