DFB spendierte an Schule und Sportverein zwei Mini-Kunststoffrasen-Spielfelder in Winkelhaid

DFB spendierte an Schule und Sportverein
Zwei Mini-Kunststoffrasen-Spielfelder in Winkelhaid
Sommermärchen vor toller Zuschauerkulisse
„Schaufenster des Kinder- und Jugendsports“ in der Gemeinde

TSV Winkelhaid Kunststoffrasen
Sommermärchen in Winkelhaid: Eröffnung der beiden Mini-Kunststoffrasen-Spielplätze

Großer Erfolg für den Schulverband und den Turn- und Sportverein Winkelhaid. Am 20.Juni 2008 konnten zwei Mini-Kunststoffrasen-Spielfelder den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde übergeben werden.  Winkelhaid gehört zu den ersten Kommunen in Deutschland, die ein DFB-Mini-Spielfeld eröffnen durften. Deutschlandweit begann die eigentliche Bauphase der 1.000 Mini-Spielfelder am 01. April 2008. Zirka zehn Wochen später feierte man in der sportbegeisterten Gemeinde jetzt die lang ersehnte Einweihung.

Eine große Zuschauerkulisse begleitete die Eröffnungsveranstaltung. Die jugendlichen Akteure erhielten viel Beifall bei ihren ersten Einsätzen. Der Einweihungstag gestaltete sich als „Schaufenster des Kinder- und Jugendsports“ in Winkelhaid, so der Schulverbands- und TSV-Vorsitzende Dr. Dietmar Trautmann.

In seiner Eröffnungsrede brachte Trautmann zum Ausdruck, dass dieser Tag von den Jüngsten der Gemeinde schon lange herbeigesehnt wurde. Sein Dank galt der politischen Gemeinde, die bis Ende April 2008  sämtliche notwendigen Voraussetzungen für dieses Gesamtwerk erfüllte. Insbesondere musste besonderes Augenmerk auf den Unterbau der Mini-Spielfelder gelegt werden. Die Gemeinde Winkelhaid und der gemeindliche Bautrupp begleiteten das Vorhaben stets unterstützend und förderlich.  Den Mitgliedern des Gemeinderates galt daher sein besonderer Willkommensgruß als Ehrengäste des „Sommermärchens von Winkelhaid“.

Das gesamte neue Areal umfasst knapp 800 m². Die zwei Spielfelder weisen folgende Abmessungen aus:  13 x 20 Meter und 12 x 18,50 Meter. Eingebunden sind Erschließungsanlagen und Zuschauerbereiche. Ein sauberes Umfeld ist durch die Verlegung von Steinplatten gewährleistet.

Dass diese Anlage erstellt werden konnte, ist dem guten Zusammenwirken zwischen Turn- und Sportverein, Schulverband und Gemeinde Winkelhaid zu verdanken. Der TSV überließ der Kommune für 25 Jahre kostenlos eine entsprechende Fläche, die zuvor als Kleinfeld-Handball-, Tennis- und kurze Zeit als Bolzplatz genutzt wurde. Im Zuge des notariellen Überlassungsvertrages bewarb sich der Schulverband in Zusammenarbeit mit dem Sportverein beim Deutschen Fußballbund um einen der 1.000 Mini-Kunststoffrasen-Spielplätze, die der DFB deutschlandweit kostenlos zur Verfügung stellt. Die Vorarbeiten zum Aufbau dieser Kunststoffplätze hatte die Gemeinde zu leisten.

Der Schulverband, die Gemeinde und der Turn- und Sportverein hatten große Voraussetzungen zu erfüllen, um in den Genuss eines solchen Spielfeldes zu gelangen: eine über sechzig Seiten fassende Bewerbung musste bearbeitet  und ein lastenfreies Grundstück zur Verfügung gestellt werden. Bauaufsichtliche Genehmigungen waren zu erbringen, u. a. ein vom Landratsamt genehmigter Bauplan (Nutzungsänderung). Weitere Qualitätsmerkmale mussten nachgewiesen werden, z. B. eine vollständige Grundversorgung und eine gesicherte Erschließung. Für die Bewerbung mit lückenlosen Unterlagen standen nur etwas mehr als drei Monate zur Verfügung.

Winkelhaid ist von fast 6.000 Bewerbern aus ganz Deutschland  in die engere Wahl von zirka 3.500  gekommen. Nach der Sichtung und Überprüfung durch die Steuerungsgruppe des DFB auf Landesebene (BFV) erhielt man die finale Zusage, dass die Gemeinde zu den ausgewählten Standorten gehört.

Die Aufteilung der 1.000 Spielplätze orientierte sich an der Anzahl der gemeldeten Mannschaften pro Landesverband. Für den Landesverband Bayern standen 163 Mini-Spielfelder zur Verfügung.

In einer mehrmonatigen Bewerbungsphase gingen beim Bayerischen Fußballverband 450 Bewerbungen ein. Nach Überprüfung durch die Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern des BFV und des Bayerischen Kultusministeriums, wurden aus 320 vollständigen Bewerbungen 163 Zielorte ausgewählt. Die Bewerber setzten sich aus Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen zusammen. Ausschlaggebende Kriterien für den Zuschlag zum Bau eines Platzes waren insbesondere Kooperationen zwischen Schule und Verein, eine regional flächendeckende Verteilung, die Bedürftigkeit der verschiedenen Standorte sowie soziale Aspekte.

Diese großartige Geste des Deutschen Fußballbundes ist auf die Hochstimmung in Deutschland während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zurück zu führen. Das Präsidium des DFB beschloss daher  im April 2007 gezielt in die Nachwuchsarbeit zu investieren.  Seine Begründung war, dass – wie früher – der Fußball auch außerhalb des Vereins nah an den Menschen kommen muss. Fußballspielende Kinder und Jugendliche würden wieder mehr in das Bild der Städte und Dörfer in Deutschland gehören.

Resultat daraus sind die kostenlos zur Verfügung gestellten Minispielfelder. Der Deutsche Fußballbund hat hierfür einen hohen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen noch Mittel aus dem UEFA-Hat-Trick-Programm und hohe Sponsorengelder aus der Industrie. Ein Mini-Kunststoffrasen-Spielfeld (DFB-Spielfeld mit integrierter umfassender Bande und zwei Toren) sowie Erschließungsanlagen hat einen Wert von zirka € 60.000,00.

Der Begriff „Mini-Spielfeld“ wird definiert als ein modernes Fußball-Kleinspielfeld, das mit Gummigranulat gefülltem Kunststoffrasen, einschließlich einer elastischen Tragschicht, sowie einer einen Meter hohen Spielfeld umfassenden Bande mit integrierten Toren ausgestattet ist. Eingebunden  in die Platzmaße von 13 x 20 m sind  noch Umgangs- und Erschließungsflächen.

Da das entsprechende Areal des TSV (insgesamt zirka 800 m²) noch ausreichend Platz bot, wurde ein zweites Mini-Kunststoffrasenfeld erstellt. Dadurch konnte eine hervorragende Anlage, die mit hohen Fangnetzen eingezäunt ist, für alle Kinder und Jugendlichen der Gemeinde, aber auch für auswärtige Kinder, die im TSV Mitglied sind, erstellt werden. Schulverband, Gemeinde und Turn- und Sportverein haben hiermit für eine vorzügliche und zukunftsweisende Jugendarbeit gesorgt, da dadurch für alle Heranwachsenden eine tolle Freizeitbeschäftigung gewährleistet wird.

Der offizielle Rahmen der Einweihungsfeier fand in Anwesenheit vieler Ehrengäste statt. Unter anderem waren vom DFB/Bayerischen Fußballverband anwesend:  Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann, Kreisvorsitzender Anton Pfahler, Bezirksspielleiter Ludwig Beer und der Kreisjugendleiter Thomas Zankl. Auch die Mitglieder des Winkelhaider Lehrerkollegiums und des Verwaltungsrates des Turn- und Sportvereins ließen es sich nicht nehmen, der Eröffnung beizuwohnen. Dadurch, dass bei der Fußball-Europameisterschaft Deutschland ins Halbfinale gekommen ist, konnte allerdings Alt-Nationalspieler Andreas Brehme nicht nach Winkelhaid kommen, da er in der Schweiz Aufgaben zu erfüllen hat. Ein späterer Besuch wurde in Aussicht gestellt.

Die feierliche Eröffnung der beiden Kunststoffrasen-Spielfelder in Winkelhaid hatte der Bayerische Fußballverband mit einem Sozialprojekt für Afrika verknüpft: durch eine Spendenaktion soll dem afrikanischen Mosambik konkrete Hilfeleistung gewährt werden. Es ist ferner beabsichtigt, Projekte mit dem afrikanischen Land in der Schule und im Verein ins Leben zu rufen.

Mosambik ( über 18 Millionen Einwohner, im Südosten Afrikas gelegen)  gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Es fehlt dort an den notwendigsten Mitteln, um das Leben wenigstens auf eine niedrige Entwicklung zu stellen. Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2007 der Vereinten Nationen ordnet Mosambik auf Platz 172 von 177 Ländern. Über 60% der Schüler verlassen die Schule ohne wirklich Lesen und Schreiben zu können. Über 50% der Bevölkerung Mosambiks sind Kinder. Es gibt dort über 1,6 Millionen Waisenkinder. Daher der Einsatz des Bayerischen Fußballverbandes für dieses arme Land.

Der Spendenaufruf bei der Eröffnung der Winkelhaider Mini-Spielfelder fand ein erfreuliches Echo: Gemeinde, TSV und ein privates Unternehmen beteiligten sich mit Spenden. Außerdem stiftete die Fußballabteilung den Gewinn, der bei der Eröffnungsfeier für Speisen und Getränken erzielt wurde, dem Mosambikprojekt. Insgesamt konnte dadurch ein Betrag in Höhe von 700,00 EURO aufgebracht werden.

Für das sportliche Programm der Einweihung waren die Grundschule (mit allen Klassen) und die Fußballabteilung des Sportvereins mit ihren D-, E- und F-Schülern verantwortlich. Die Handballabteilung stellte sich mit der E-Jugend (Jungen und Mädchen) vor, um die gute Zusammenarbeit mit der Fußballabteilung zu dokumentieren.  Frau Rektorin Regina Leuchtenstern vollzog den ersten Anstoß.

Es wurden Wettkampfspiele (jeweils 5 Minuten Spieldauer) durchgeführt, die von allen Kindern und Jugendlichen toll angenommen wurden. Insbesondere die Bambini (4-6 Jahre alt) erhielten von der großen Zuschauerkulisse wiederholt Beifall. Sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die Bambini durch die neuen, vom DFB gespendeten Trikots besonders motiviert waren. Dem Jannik Seipel blieb es vorbehalten, das erste offizielle Tor auf dem DFB-Mini-Spielfeld zu schießen.

Dem Jugendspielleiter der Winkelhaider Fußballabteilung, Axel Paul, galt ein besonderer Dank für seine hervorragende Moderation während der Wettkampfspiele. Abteilungsleiter Robert Odörfer („Olli“) hatte – wie immer – alles gut im Griff. Er sorgte mit seinem Team für eine gute Organisation und für die Verköstigung an diesem Eröffnungstag.

Die zwei Mini-Kunststoff-Rasenplätze stehen allen Kindern und Jugendlichen der Gemeinde Winkelhaid ab sofort täglich zur Verfügung. Reserviert werden Spielstunden für die Schule und die Jugendabteilungen des Turn- und Sportvereins.

Das „Sommermärchen von Winkelhaid“ für Fußballbegeisterte hat  begonnen.